Lyrik

BLIND

„Vergessen? Bin ich ein Tier?“

(Elektra)

 

Tragen meine Spuren dein Lächeln

Gibt dein Blick meine Berge frei.

 

Das Meer morgen

Spuckt die Kirschkerne aus.

 

Glück

Das Paare unbewohnbar macht.

 

Zu erzählen

Braucht es nicht viel.

 

Wir//In unseren Körpern.

Das Wesentliche.

 

Herz

Hör auf das Schlagen.

 

Du weckst Felsen

Den schmalen Grad vor allen.

 

Ich habe mich

In einen Körper hinein bewegt.

 

Fleisch und Blut

Eltern eigenen Ursprungs.

 

Wir//Entkommen uns nicht.

 

 

 

 

 

SCHLUSS MIT RAND

 

In dein Zeugnis abgelegt

Wasser ist zum Gehen gedacht.

 

Oft stirbt der Mensch

Bevor er Das tragen lernt.

 

Scherben zuhauf die Hütten

Fragen und Angst.

 

Bergen das Glück

Am Ende die Liebenden.

 

Im Turm des Vergessens

Bemisst mein Finger

 

Deinen Schritt.

Hundert Jahre letzte Reste.

 

Nichts was man nicht mitbekäme.

Porzellan kann fliegen.

 

Die Zuschreibungen wandeln

Offene Arme

 

Ergreift die Leere

Form

 

Darin Dich.

 

 

ICH SAH

 

Körper der Ruhe

In mich Hineingeschriebene

 

Schlangen schlafen nicht.

Gehängt die Sprache.

 

Unvermittelt trafen wir aneinander

Fremde Liebende (in anderen).

 

Mauern mit wenigen Worten

Freigelegt zum Staunen.

 

Mein anderer Teil lauscht

Den Ziegelresten ist es bekannt.

 

Krähen bilden eine eigene Sprache

Worte und Körper

 

Springen in dein Drittes

Auge mein Echoraum.

 

Dein Rätsel klopft an

Es ist das Lernen des Endes.

 

 

 

 

SCHIEN TIEFER

 

Gott ist womöglich nur ein Ort der Schönheit.

Er rechnet mir jede Nacht an.

 

Hast du Stille je schweigen gehört?

Leg mich auf deiner Haut ab.

 

Geschichten werden nicht in der Nacht.

Freiheit dein schwarzer Rock.

 

Als wäre er mein Mantel.

Den ich jahrelang getragen.

 

Bemüht war mit einer Leiche.

Schritt zu halten.

 

Wie kann ich dich nennen?

Offene Eins.

 

„Sich selbst wegschießen“

Leg dein Tagwerk nieder.

 

 

 

WENN MAN SICH WEITER BESESSEN HAT

 

Im Fels ist kein Wind
Habe meine Dauer
In der Liebe.

 

Die Angst rückt zurück.

Wer bitte hat zwei Rücken.

 

Was ich sehe und es riecht

Ermüdet mich stündlich.

 

Der frühe Tod schützt nicht.

Die Haut aberzogen.

 

Schwanke in die Erde.

Doch

 

Da sinken Hände

In mich.

 

Das Gehen gelernt

Jeden Tag ein bisschen weniger.

 

Himmel

Das Herz stand still.

 

Gott lernte fangen.

In Wirklichkeit starb ich nie.

 

Gesichter der Ernte.

Auf den Tisch kam

 

Zweimal das Wort

Das Wiedergutzumachende.

 

Sie lacht!

 

 

 

ES KÜNDIGT SIE AN

 

Abseits der Gesten

Dreifaltig gebor(g)en

Das innig Umarmte.

 

Die Talente gesegnet

Jeder Käfig weiss.

 

Der Stein sein Wasser

Gefasst

Eine blaue Stunde.

 

Die ohne Wunder

Sterne gebar.